Wieso braucht man Video-Transkription – ich analysiere doch meine Videos!

Es ist Usus in der qualitativen Sozialforschung, Audiodaten (z.B. Interview-Aufzeichnungen) zunächst zu transkribieren, und dann erst auszuwerten. Diese Forschungstradition hat sich nicht ohne Grund entwickelt.  Die Übertragung der Transkriptionspraxis auf  Videodaten stellte Forschende jedoch vor eine Herausforderung, denn  Videodaten sind polysem und lassen sich nicht in gleicher Weise transkribieren wie Textdaten.

Die Transkription von Interview-Audiodaten ist vonnöten, weil die originäre Aufzeichnung eines Interviews auf dem Band flüchtig ist. Erst eine Verschriftung der originären Aufzeichnung in ein Transkript erlaubt in vielen Forschungsmethoden einen Umgang mit den durch das Interview gewonnenen Daten.

Die Feldpartitur-Software schließt durch die Möglichkeit der multikodalen Transkription daher eine Transkriptionslücke zwischen der Aufzeichnung und der anschließenden Auswertung mit weiteren Auswertungsprogrammen.

–> Wann kann ich auf Transkription von Videodaten verzichten?

 

 

 

 

 

 

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